10.000 Schritte am Tag als Ausgleich zum Bürojob
© Henrik G.Vogel / pixelio.de

10.000 Schritte am Tag als Ausgleich zum Bürojob

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Den ganzen Tag im Büro zu verbringen, ist fraglos anstrengend und nach acht oder mehr Stunden auch belastend. Doch auch wenn am Ende eines langen Arbeitstages eigentlich nur noch der Wunsch nach der heimischen Couch und einem entspannten Abend vor dem Fernseher vorhanden ist, sollte der innere Schweinehund zumindest jeden zweiten oder dritten Tag überwunden werden.

Denn die für den äußerst einseitig Arbeit am Schreibtisch erfordert einen Ausgleich in Form von Bewegung. Einerseits, um den Kopf frei zu bekommen, andererseits und vor allem aber auch um Probleme insbesondere mit dem Rücken zu vermeiden. Wie Christoph Oberlinner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, gegenüber der Nachrichtenagentur “dpa” erklärte, bedeutet permanentes Sitzen aufgrund einer einseitigen Belastung der Muskulatur Schwerstarbeit für den Rücken. Mögliche Folgen einer dauerhaften Belastung dieser Art ohne entsprechenden Ausgleich sind chronische Rückenschmerzen, die nicht von ungefähr heute gerade in den großen Industrienationen wie Deutschland zu den Volksleiden gehören. Aber auch ein steifer Nacken oder schnell auftretende Kopfschmerzen sind keine Seltenheit, wenn kein Ausgleich zum bewegungsarmen Alltag vorhanden ist.

Mindestes 10.000 Schritte am Tag sind ideal

Arbeitsmediziner Oberlinner rät Menschen mit Bürojobs dazu, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen, um für einen ausreichenden Ausgleich zur überwiegend sitzenden Tätigkeit zu sorgen. Sport ist dafür gar nicht unbedingt notwendig, wenngleich sinnvoll. Vielmehr empfiehlt Oberlinner, bewusst längere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Eine Idee ist es beispielsweise, auf dem Weg ins Büro die U- oder Straßenbahn schon eine Station eher zu verlassen, um absichtlich einen längeren Fußmarsch auf sich zu nehmen.

Zumindest ein paar Schritte lassen sich auch durch den Verzicht auf den Aufzug machen und durchaus sinnvoll kann es unter dem Bewegungsaspekt sein, wenn der Drucker im Büro nicht direkt am eigenen Schreibtisch, sondern womöglich sogar in einem anderen Raum steht.

Kontrolle per App als Anreiz

Weil es freilich so gut wie unmöglich ist, die zurückgelegten Schritte jeden Tag selbst zu zählen, raten Experten wie Oberlinner zu den immer weiter verbreiteten Gesundheits-Apps für das Smartphone. Diese kleinen Programme sind meist kostenlos herunterzuladen und zählen ohne weitere Umstände dann die absolvierten Schritte.

Beim Verlassen des Büros am Abend ist damit auf einen Blick ersichtlich, ob noch Nachholbedarf besteht oder ob man sich die Couch bereits verdient hat. Sind dann noch mehrere Tausend Schritte zu wenig getan, kann das noch nötige Pensum am schnellsten mit Sport erreicht werden. Denn abgesehen von den 10.000 Schritten ist es definitiv auch sinnvoll, zumindest zwei bis dreimal moderat Sport zu treiben. Leichtes Joggen oder Walken bietet sich auch für weniger trainierte Menschen an – und bereitet dem Schrittzähler Freude.

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