Cholesterin in Lebensmitteln gefährlich oder nicht? – Verzicht auf Eier wohl unnötig
© Michael Loeper / pixelio.de

Cholesterin in Lebensmitteln gefährlich oder nicht? – Verzicht auf Eier wohl unnötig

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Vor allem rund um Ostern, aber auch hin und wieder im übrigen Jahr wird man mit der Warnung vor der Aufnahme von zu viel Cholesterin konfrontiert. Zum Genuss von cholesterinhaltigen Lebensmitteln wie Eiern und Butter wird nur in Maßen geraten, wobei sich heute die Frage immer öfter die Frage stellt, ob derlei Hinweise überhaupt ihre Berechtigung haben.

Denn die Zahl der Experten, die in aus Lebensmitteln stammendem Cholesterin keine Gesundheitsgefährdung sehen, nimmt stetig zu. So haben US-amerikanische Wissenschaftler bereits Anfang des Jahres die Empfehlung ausgesprochen, die Warnung vor cholesterinhaltigen Lebensmitteln aufzuheben. In Deutschland teilen zwar zahlreiche Experten die durch Studien gestützte Ansicht ihrer amerikanischen Kollegen, doch bis auf Weiteres haben die gültigen Grenzwerte weiterhin Bestand. Allerdings wird von verschiedener Stelle immer öfter darauf hingewiesen, dass alleine eine cholesterinarme Ernährung nicht ausreichend sei, um einen zu hohen Cholesterinspiegel zu senken.

Hoher Cholesterinspiegel ein Risikofaktor

Grundsätzlich produziert der Körper Cholesterin selbst und benötigt den im Körper mithilfe von Lipoproteinen transportierten, fettlöslichen Stoff unter anderem für die Stabilisierung von Zellwänden, die Produktion von Sexualhormonen und die Beweglichkeit der Neuronen.Ist der Cholesterinspiegel zu hoch, kann diese Fettstoffwechselstörung zu Arteriosklerose (Arterienverkalkung) führen. Dabei bilden sich an den Innenseiten der Gefäße Ablagerungen, die den Arteriendurchmesser nach und nach verringern und schließlich zu einer Verstopfung führen können. Die Folgen können schwerwiegend sein und reichen von der koronaren Herzkrankheit über Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina Pectoris, und Durchblutungsstörungen bis hin zu Niereninsuffizienz.Das Problem ist dabei vor allem das sogenannte LDL-Cholesterin (“Low Density Lipoprotein”), das verstärkt zu Ablagerungen führt, wohingegen dem HDL-Cholesterin (“High Density Lipoprotein”) in erster Linie positive Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben werden.

Kein Verzicht auf Eier und Co. nötig

Oftmals lässt sich den Wissenschaftlern zufolge mit einer Anpassung der Ernährung nicht viel erreichen. So hat das eingangs erwähnte Experten-Team in den USA nach eingehenden Untersuchungen und Analysen empfohlen, die Warnungen vor Eiern, Butter und 300-Gramm-Steaks hinsichtlich des hohen Cholesteringehalts aufzuheben. In der Begründung dafür heißt es unter anderem, dass sich “kein nennenswerter Zusammenhang zwischen dem Cholesterinwert und der Cholesterinzufuhr über die Lebensmittel erkennen” lasse.

Zudem sei es bei gesunden Menschen nahezu unmöglich Cholesterin überzudosieren, da der menschliche Körper über entsprechende Schutzvorrichtungen verfügt. Vielmehr raten die US-Experten dazu, grundsätzlich mehr Obst und Gemüse zu essen anstatt auf cholesterinreiche Nahrungsmittel zu verzichten und dadurch auf eine Verbesserung der Gesundheit zu hoffen.

Außen vorgelassen wurde bei dieser Bewertung freilich, dass gerade Butter und das rote Fleisch eines Steaks andere Gesundheitsgefahren in sich bergen, die nicht unbeachtet bleiben sollten, die allerdings im untersuchten Zusammenhang keine Rolle spielten.

 

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