Montag, Januar 23, 2012 12:43 PM
Diagnose Lungenkrebs: Starken Rauchern fällt das Aufhören schwer

© Fabian Forban / pixelio.de
Rauchen ist eine Sucht. Durch das Inhalieren des Rauches einer Zigarette wird Nikotin freigesetzt, und der menschliche Körper davon abhängig. So fällt es besonders starken Rauchern schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Selbst die Diagnose Lungen- oder Bronchienkrebs kann sie nicht vom Rauchen abhalten, wie die Forscher des amerikanischen Massachusetts General Hospitals herausfanden.
Selbst nach der Diagnose Krebs gibt es immernoch einen unverbesserlichen Teil von Rauchern, die das Laster nicht aufgeben kann oder will. Wie wissenschaft-aktuell.de aus dem Report des Massachusetts General Hospitals berichtet, haben vor allem Patienten, die starke Raucher waren, bereits an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten, einen geringen Body-Mass-Index aufwiesen und sich noch keiner Chemotherapie oder Operation unterzogen hatten, größere Probleme mit dem Aufgeben des Rauchens.
Zum Zeitpunkt der Diagnose rauchten fast 40 Prozent der Patienten mit Lungenkrebs. Fünf Monate später waren es noch rund 14 Prozent mit Lungenkrebs. Ein Lungen- oder Bronchialkarzinom, wie es in der Medizin heißt, ist zumeist bösartig. Nur etwa zehn Prozent der entdeckten Tumore sind gutartig und stellen keine direkte Bedrohung für das Leben des Patienten dar. Auch die Heilungschancen sind weniger hoch. Nur in knapp 5o Prozent der Fälle überleben Erkrankte den Krebs – wenn die Krankheit früh erkannt wurde.
Vor allem wird Lungenkrebs durch Rauchen ausgelöst. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs, so das deutsche Krebsforschungszentrum. Demnach sterben jedes Jahr rund 36.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs durch Rauchen. Auch das viel unterschätzte Passivrauchen macht einen großen Teil davon aus, wie Mediziner immer wieder warnen. Der Rauch einer Zigarette enthält etwa zweitausend Stoffe, von denen hunderte als krebserregend gelten. Teer gehört dabei zu den bekanntesten Schädlingen.
Dies gilt vor allen Dingen für die Zigaretten aus der industriellen Fertigung. Wie man auf zigarette.com lesen kann, gilt dies weit weniger aus für Zigaretten aus Schwellen- und Armutsländern. Dort liege der Tabakgehalt einer Zigarette wesentlich höher, so dass von einer geringeren Belastung mit Schadstoffen ausgegangen werden kann. Auch das Schnupfen von Tabak soll eine wenigstens gesundheitsverträglichere Alternative sein. Zwar wird der Körper dadurch ebenfalls nikotinabhänging, muss aber nicht mit den Begleiterscheinungen durch das Inhalieren, wie beispielsweise Teer, Benzol oder Blausäure, kämpfen.

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Klingt zwar böse, aber da muss man ihnen helfen. Und jetzt das Böse: man muss Tabakprodukte endlich verbieten. Dann hören auch die meisten Raucher auf. Allein schon, dass bestehende Gesetze endlich durchgesetzt und kontrolliert werden. Ein kleines Gesetz dazu: “Niemand darf ohne seine ausdrückliche Zustimmung Tabakrauch ausgesetzt werden.”
Schon wird Rauchen fast überall unmöglich und wenn, dann kann es Konsequenzen haben. Von Wohnungskündigung bis Hausverbote. Das mag hart klingen :-/ ist aber sehr wirkungsvoll.
Die Aussage, dass Zigaretten in Entwicklungsländern viel weniger schädlich seien, halte ich für Unsinn. Es stimmt zwar, dass die Industrie Zusatzstoffe beimischt, die hunderten schädlichen Stoffen entstehen aber IMMER bei der Verbrennung des Tabaks, also sind diese Ziagretten im Prinzip nicht wirklich weniger schädlich.
Im Krankenhaus hatte ich einen Mitpatienten mit beidseitigen fortge-
schrittenen Raucherbeinen. Man hatte ihm lebende MADEN ins Fleisch gesetzt, damit diese das faule Fleisch wegfressen. Die nächste Maßnahme wäre wohl Amputation gewesen. Trotz dieses Zustandes fuhr
der Mann täglich 8-10 mal im Rollstuhl vor die Tür um zu rauchen!!!
Was empfindet der behandelnde Stationsarzt, da seine Anstrengungen vom Patienten täglich torpediert werden. Warum muss die Versichertengemeinschaft diese durch das Verhalten des Patienten aussichtslose Behandlung bezahlen? Warum gibt es dieses Gift an jeder Ecke noch frei zu kaufen? Warum wird Tabakanbau von Brüssel subventioniert?
Es bleibt viel zu tun. Wenn das alles geregelt wurde kann man immer noch über eine Apothekenpflicht der teerfreien E.-Zigarette nachdenken!