Mittwoch, September 08, 2010 11:14 AM
Grüner Star: Vorsorge ist wichtig

© Pixelio.de/Claudia Hautumm
Eine der häufigsten Augenkrankheiten ist das sogenannte Glaukom – im Volksmund besser bekannt als “Grüner Star”. Bei dieser Krankheit erhöht sich langsam der Augeninnendruck, wodurch Nervenfasern des Sehnerves sowie der Netzhaut beschädigt werden.
Als Folge bilden sich im fortgeschrittenen Stadium charakteristische Geschichtsfeldeinschränkungen (Skotome) aus. Im Extremfall tritt Erblindung ein. In Deutschland sind offiziell zirka 500000 Menschen am Grünen Star erkrankt, etwa 10 Prozent droht die Erblindung.
Nur die Vorsorge kann schützen
Im Anfangsstadium gibt es kaum Symptome, welche der Betroffene im Alltag erkennt. Abhilfe schafft nur die regelmäßige Kontrolle des Augeninnendruckes. Leider muss man diese selbst bezahlen – die Krankenkassen übernehmen nur die Behandlungskosten.
Wer ist gefährdet?
Besonders betroffen sind Personen ab 40 Jahren, mit starker Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie mit Glaukomfällen in der Verwandtschaft.
Entstehung
Innerhalb des Auges wird das sogenannte Kammerwasser produziert. Durch das Verhältnis von Kammerwasserproduktion zu Kammerwasserabfluss entsteht der Augeninnendruck. Für das Entstehen eines Glaukoms ist wiederum das Verhältnis von Augeninnendruck zum Blutdruck in den Gefäßen des Sehnervs entscheidend.
Ein hoher Augeninnendruck allein ist nicht zwingend gefährlich und kann bei einem hohen Durchblutungsdruck des Sehnervs teilweise toleriert werden. Ein geringer Durchblutungsdruck wiederum muss nicht unbedingt gefährlich sein, wenn er mit geringem Augeninnendruck einher geht.
Als kritisch wird jedoch die Kombination von hohem Augeninnendruck und geringen Durchblutungsdruck des Sehnervs angesehen.
Kann man die Entstehung eines Glaukoms verhindern?
Bei vererbter Glaukomanfälligkeit kann man außerhalb der beschriebenen Vorsorgeuntersuchungen nicht viel tun. Die wichtigste Einflussgröße ist der Blutdruck. Dessen regelmäßige Untersuchungen sowie Mäßigung beim Genuss von Alkohol und Tabak – beides Blutdrucksteigernd – helfen bei Kontrolle und Stabilisierung. Auch wichtig: Bei der Verschreibung von Blutdrucksenkenden Medikamenten sollte auf eine mögliche Glaukomanfälligkeit hingewiesen werden.

Kleine Änderungen des Alltags erhöhen die Gesundheit