Montag, September 05, 2011 11:30 AM

Jüngere Frauen in Deutschland bekommen mehr Kinder

Foto: Matthias Hübner / pixelio.de

Die demographische Entwicklung und die zunehmende Alterung der Bevölkerung ist schon seit langem ein großes Problem in Deutschland. Nun konnte das Max-Planck-Institut für demografische Entwicklung in Rostock in einer neuen Studie aber einen positiven Trend vermelden.

Denn der Studie zufolge bekommen jüngere Frauen wieder mehr Kinder als ältere. So erklärte der Direktor des Instituts, Joshua Goldstein, gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”, dass ein signifikanter Unterschied zwischen vor und nach dem Jahr 1970 geborenen Frauen festzustellen ist.

Frauen, die vor diesem Jahr geboren wurden, bekommen bzw. bekamen im Schnitt zwischen 1,5 und 1,6 Kindern. Dagegen werden jüngere Frauen laut Goldstein diese Marke vermutlich übertreffen, womit eine gewisse Trendwende einsetzen könnte.

Wie Goldstein, der seine zusammen mit Michaela Kreyenfeld erhobene Studie in der Zeitschrift “Population and Development Review” veröffentlicht wird, mutmaßte, könnte der Grund für diese Tendenzen mit den “Änderungen in der jüngeren Familienpolitik zusammenhängen.” Dazu zählt neben dem 2007 eingeführten Elterngeld, dass sowohl Väter als auch Mütter für zusammen 14 Monate in Anspruch nehmen können, sowie der stetig vorangetriebene Ausbau der Kinderbetreuung.

 

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