Kaiserschnittrate nimmt zu
@ Peter Bast / pixelio.de

Kaiserschnittrate nimmt zu

Anzahl von teuren Kaiserschnitten steigt

Eine Geburt ist oftmals nicht nur schmerzhaft, sondern verläuft nicht immer ohne Komplikationen. Während sich viele Frauen aus diesem Grund für einen direkten Kaiserschnitt entscheiden, nehmen aber auch die teuren Not-Operationen zu. Experten äußern, dass die Entscheidung für einen Kaiserschnitt nicht mehr nur aus medizinischen Gründen getroffen werden würde. Viele Krankenhäuser würden die Geburten via Kaiserschnitt als teure Not-Operation verbuchen. Hingegen würden die geplanten Eingriffe, welche günstiger sind, seltener durchgeführt werden.

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Entwicklung der Anzahl von durchgeführten Kaiserschnitten

Von 2005 auf 2008 sei die Anzahl der geplanten Kaiserschnitten und derer, die als Not-Operation verbucht wurden, ausgeglichen gewesen. Erst seit 2009 hätte sich eine Kluft zwischen geplanten sowie ungeplanten Eingriffen gebildet. Dieser Zeitpunkt decke sich mit der Bekanntgabe zu den unterschiedlichen Preisen für einen Kaiserschnitt. So können Krankenhäuer für eine Not-Operation höhere Preise abrechnen. Da sich 2014 bereits ein Verhältnis von 56 zu 44 % kennzeichnete, äußerte Frank Verheyen, welcher Direktor des Wissenschaftlichen Instituts für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen ist, dass der wirtschaftliche Anreiz erkennbar sei.

Unterschiedliche Preise

Während eine ungeplante Kaiserschnitt-Geburt im Durchschnitt mit 3400 Euro veranschlagt wird, weist eine geplante Operation einen Preis von etwa 2700 Euro auf. Bevor die Regelung der unterschiedlichen Preise in Kraft getreten ist, haben die Krankenkassen beide Eingriffe gleichermaßen vergütet.
Die Verschiebung zu mehr ungeplanten Kaiserschnitten führe zunehmend zu einem Anstieg der Kosten seitens der Versicherungsgemeinschaft. Durch die Umstellung seien die Kosten um 3,7 Millionen Euro angestiegen. Auf den Zeitraum 2010 bis 2014 hochgerechnet, liegen die Zusatzkosten bei 31,5 Millionen Euro.

Steigerung der Kaiserschnittrate

Nicht nur die unterschiedlichen Preise führe zu einem Kostenanstieg für die Versicherungsgemeinschaft, auch der Anstieg der Kaiserschnittrate sei ein ausschlaggebender Punkt.

Allein 2014 lag die Rate bei 31,8 %. Vergleichsweise betrug die Kaiserschnittrate 2000 lediglich 21,5 %.

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