Krebserregende Inhaltsstoffe in Tattoo-Farben

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In vielen Tätowierfarben sind gesundheitsgefärdende Stoffe enthalten, zeigte eine aktuelle Untersuchung. Bei der Überprüfung von 38 Tattoo-Farben verschiedener Studios (vor allem die Farben gelb, orange und rot) wurden 13 Proben (34%) beanstandet. Grund: In den Farben wurden in Kosmetika verbotene Konservierungsmittel, Bestandteile von Wandfarben und Azo-Farbstoffe entdeckt. Letztere können krebserregende aromatische Amine abspalten.

Evamaria Kratz, Laborleiterin für kosmetische Mittel am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe, berichtet, dass in den Farben oft auch Abfallprodukte aus Autofarben oder Spuren von Schwermetallen gefunden werden. Forscher der Universität Regensburg haben in schwarzen Farben krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nanopartikel nachgewiesen.

Kratz erklärt, dass es Jahre oder Jahrzehnte dauern kann, bis sich die gesundheitsgefährdende Wirkung dieser Substanzen zeigen kann und dass ist es nur schwer nachzuweisen, ob diese tatsächlich auf die Tattoo-Farben zurückzuführen ist. Um sicher zu gehen, rät sie rät deshalb allen Verbrauchern, sich bei ihren Tätowierern genau zu erkundigen, wo die verwendeten Farben herkommen und welche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Kratz zufolge ist der Einsatz von Farben aus Europa vorzuziehen, da diese sich leichter überprüfen lassen als Farben aus den USA. Im Internet kann jeder die Leitlinien der Untersuchungsämter für die Betreiber von Tattoo-Studios nachlesen, die wichtige Informationen darüber enthalten, worauf geachtet werden muss. Gibt es dennoch einmal Anlass zu einer Beschwerde, ist diese beim CVUA zu melden.

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