Kritik am Terminservice von Kassenärzten
@ Tim Reckmann / pixelio.de

Kritik am Terminservice von Kassenärzten

Terminservice von Kassenärzten

In der Vergangenheit gestaltete sich die Terminvereinbarung mit Kassenärzten recht schwierig. Über lange Wartezeiten bis hin zu gar keinen Terminen mussten sich Patienten ärgern. Nun starten Terminservicestellen. Jedoch bestehen Zweifel an der Umsetzung des Services, da die 17 kassenärztlichen Vereinigungen unterschiedliche Vorstellungen des hätten. Die Deutsche Stiftung für Patientenschutz hätte kritsiert, dass die Vergabe von Facharztterminen nicht zeitgemäß umgesetzt werden würden.

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Chaos in den Servicestellen

Eugen Brysch, welcher in der Deutschen Presse-Agentur Stiftungsvorstand ist, äußerte, dass in den Terminservicestellen der Kassenärzte ein Chaos sei. Die Stiftung hätte in allen Bundesländern Recherchen angestellt, bei denen die Strukturen der Servicestellen aller Bundesländer drunter und drüber gingen. Nun wird Kritik laut, dass die kassenärztliche Vereinigung ihrer Pflicht, eine Steuerungsfunktion einzunehmen, nicht nachkäme. Ihre Aufgabe sei das Chaos zu ordnen, so Brysch. Es müsse ein einheitliches System entwickelt werden, mit dem Kassen-Patienten keine Probleme mehr mit der Terminvereinbarung bei Fachärzten haben.

Aufgabe der Terminservicestellen

Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen durch Terminservicestellen unterstützt werden. Durch ein einheitliches Servicesystem soll es Kassen-Patienten möglich sein, nach der Ausstellung einer Überweisung innerhalb von 4 Wochen einen Facharzttermin zu bekommen. Andernfalls soll die Möglichkeit, die Ambulanz eines Krankenhauses in Betracht zu ziehen, eingerichtet werden.
Bereits jetzt kristallisieren sich Differenzen der Servicestellen heraus. So seien die Terminservicestellen in Niedersachsen beispielsweise zehn Stunden täglich erreichbar, in Brandenburg läge die Erreichbarkeit jedoch lediglich bei zwei Stunden am Tag, so Brysch. Ferner seien unterschiedliche Auslegungen für eine zumutbare Entfernung der Fachärzte seitens der Servicestellen vorgenommen worden. In Baden-Württemberg sei eine Toleranzfahrtzeit zwischen dem Facharzt und dem eigenen Wohnort von 30 Minuten gängig. Andere Länder hingegen berechnen die Fahrtzeit von 30 Minuten jedoch erst ab der nächstgelegenen Facharztpraxis.

Gröhe ruft zum funktionsfähigen Start auf

Selbst Hermann Gröhe sieht keinen Grund, warum ein reibungsloser Start des Vermittlungsservices nicht funktionieren sollte. Zudem wäre eine Zusicherung der Kassenärztlichen Vereinigung zu einer fristgerechten Umsetzung der Servicestellen erfolgt. Gröhe betont, dass es um die Stärkung der Patientenrechte gehe und es keinen Grund gäbe, warum Ärzte die Vergabe von Terminen innerhalb einer vorgegebenen Zeit nicht umsetzen könnten.
Die Kassenärztliche Vereinigung setzt sich aller Kritik zur Wehr und bemängelt, dass es zu viele Patienten, welche wegen der gleichen Symptome gleich mehrere Fachärzte aufsuchen würden, gebe. Sie seien für die langen Wartezeiten bei den Fachärzten verantwortlich.

Diese Argumentation kann Brysch nicht nachvollziehen und äußert, dass es frech sei, die Patienten für das Chaos bei der Terminvergabe zur Verantwortung zu ziehen.

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