Montag, Februar 21, 2011 14:02 PM
Mehr Schutz vor Arzneimittelfälschungen
© siepmannH/ pixelio.de
Das Europäische Parlament hat Maßnahmen zum Schutz der Patienten vor Arzneimittelfälschungen beschlossen. Dazu gehören z.B. Sicherheitscodes auf Medikamentenverpackungen und Sicherheits-Label für Online-Apotheken. Diese Maßnahmen sollen jedoch frühestens in 18 Monaten in Kraft treten, weshalb die Stiftung Warentest schon jetzt Tipps gibt, wie man sich vor Arzneimittelfälschungen schützen kann.
Bei dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Dimdi) gibt es z.B. ein Register und Sicherheitslogi für behördlich zugelassene Versandapotheken. Der Großteil dieser Versandapotheken befindet sich in Deutschland, einige wenige auch in Nachbarstaaten wie den Niederlanden. Grundsätzlich sollte man bei Absendern aus Ländern außerhalb Europas vorsichtig sein.
Seriöse Online-Apotheken haben auf jeden Fall auf ihrer Website ein Impressum mit dem Namen und der Adresse des verantwortlichen Apothekers, der zuständigen Aufsichtsbehörde und der Apothekerkammer. Außerdem wird eine Beratungs-Telefonnummer angegeben und natürlich sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einsehbar.
Der Bestellvorgang sollte über eine verschlüsselte Verbindung erfolgen, ob der Online-Shop das sogenannte SSL-Verfahren nutzt, erkennt man an dem “https” statt “http” in der Adresszeile des Browsers. Verbraucher sollten auf keinen Fall bei Online-Shops einkaufen, in denen der Versand verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Rezept angeboten wird oder dass der Shop selbst ein Rezept besorgt. Ein solches Handeln stellt nicht nur eine Straftat dar, sondern ist auch in höchstem Maße gesundheitsgefährdend, warnt die Stiftung Warentest.
