Nikotin: Babys durch Kleidung der Eltern gefährdet

© Regina Kaute / pixelio.de

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Durch Nikotin Reste an der Kleidung der Eltern sind Babys und Kleinkinder stark gesundheitsgefährdet. Auch wenn Eltern nicht in der Wohnung, sondern ausschließlich im Freien rauchen, lagern sich Reste des Nikotins an der Kleidung ab. Dies konnte im Rahmen einer aktuellen Studie des Instituts für Hygiene und Biotechnologie belegt werden.

Demnach gefährden Eltern die Gesundheit ihrer Kinder auch dann, wenn sie zum Rauchen das Freie aufsuchen. Laut der aktuellen Studie werden zahlreiche Stoffe durch die Nikotin verseuchte Kleidung der Eltern an die Kinder abgegeben. Nehmen Eltern ihre Kinder auf den Arm, dringen die Schadstoffe durch die Haut in den Organismus ein und können schließlich zu erheblichen Gesundheitsschäden führen.

Das Nervengift soll der Studie zufolge über den Hautschweiß aufgenommen werden. Dadurch gelangt es schließlich in den Kreislauf des Kindes. Andere Untersuchungen konnten die aktuellen Ergebnisse der Studie bestätigten.

Rauchen aus dritter Hand

Da die Schadstoffe auf diesem Weg über die Haut aufgenommen werden, sprechen Mediziner in diesem Zusammenhang vom Rauchen aus dritter Hand. Bei diesem handelt es sich um eine spezielle Form des Passivrauchens. Rund 70 Prozent des Zigarettenrauches lagern sich mit den Schadstoffen auf der Kleidung oder Haut der Menschen ab. Es ist der Rauch, den Menschen nicht nur eigenes Rauchen oder passives Einatmen aufnehmen.

Der Zigarettenrauch setzt sich laut Experten auch an Kleidungsstücken, Vorhängen, Wänden und Polstern ab. Zudem findet er sich auf weiteren Oberflächen. Am gesündesten für Kinder und Eltern ist es, wenn Erwachsene nicht rauchen. Durch Nikotin können zahlreiche Erkrankungen ausgelöst werden. Von den Folgen sind aber auch Passivraucher betroffen. Neben Herz-Kreislaufbeschwerden gehört Krebs zu den Krankheiten, die durch das Rauchen gefördert werden. Können Eltern mit dem Zigarettenkonsum nicht aufhören, sollten sie nach dem Rauchen die Kleidung wechseln.

Physiologische Wirkung von Nikotin

Auf nikotinerge Acetylcholinrezeptoren wirkt Nikotin stimulierend. Sobald es in den Blutkreislauf eines Menschen gelangt, fördert es die Adrenalin-Ausschüttung und beschleunigt den Herzschlag. Zugleich trägt es zur Verengung der peripheren Blutgefäße bei. Infolge dessen kommt es zur Blutdrucksteigerung. Durch den Nikotinkonsum nimmt der Hautwiderstand ab und es entsteht ein leichtes Schwitzen. Zugleich reduziert sich die Körpertemperatur.

Den zentralen Effekten des Nikotins müssen die Steigerung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit, sowie der Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistungen zugesprochen werden. Allerdings ist diese Steigerung ausschließlich von kurzer Dauer. Gelangt Nikotin in den Körper, verringert sich der Appetit. Das Alkaloid führt zu einer Steigerung der Magensaftproduktion. Außerdem entsteht eine erhöhte Darmtätigkeit. Entzugserscheinungen, die durch das Nikotin entstehen, halten in der Regel bis zu 72 Stunden an und können sich in Form von Kopfschmerzen und Ängstlichkeit äußern.

8 Kommentare

  1. Welcher Psychiater hat sich das wieder einfallen lassen, um Panik und Unsicherheit zu streuen, damit er seine tatsächlich tödlichbringenden Psychopharmaka an den Mann bringen kann? So ein ausgemachter Plötsinn.

  2. Ich habe das Rauchen erfolgreich aufgegeben. Dass die Schadstoffe für Kinder ungesund sind habe ich an meinen eigenen Kindern feststellen können: Seit ich nicht mehr rauche, haben die Kinder keinen Husten mehr – und das, obwohl ich immer auf dem Balkon und spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen geraucht habe.

    Nachträglich habe ich ein richtig schlechtes Gewissen…

  3. Sie haben wohl Ihren Kommentar zu einem anderen Artikel aus Versehen hier abgesetzt?

  4. @Rüdiger Hell: ich denke, Sie sollten erstmal ihrer Orthographie überarbeiten bevor Sie dartige Kritik äußern.

  5. Wenn diese Kleinigkeiten schon schwere Erkrankungen hervor rufen, was ist dann mit Auto und Flugzeugabgasen ist co2 weniger schädlich oder passt das ganze einfach nicht zum momentan hype. Wenn man solche Artikel liesst stellt sich einem die Frage ob man in der moderenen Zeit überhaupt noch Essen, Trinken und Atmen darf, weil alles tödlich ist.

  6. Wenn jemand im Freien raucht, sollen sich 70 Prozent des Rauches in der Kleidung des Rauchers festsetzen? Da möchte ich doch wissen, wie das gemessen wurde. Bis dahin halte ich das für wissenschaftlich oder journalistisch unseriös.

  7. @ Ich und DU:
    Bevor sie hier Stammtischphrasen dreschen sollten sie sich Informieren. CO2 ist kein Gift, sondern ein an der Erderwärmung beteiligtes Gas (den genauen Mechanismus erkläre ich jetzt nicht, da OT). Ohne CO2 gäbe es kein Leben, denn die Pflanzen machen daraus den für uns doch nicht unwichtigen Sauerstoff.
    Niktoin dagegen ist ein Gift, genau wie Alkohol. Das weiß eigentlich jeder und trotzdem wird immer laut geschrien, wenn es mal wieder ausgesprochen /aufgeschrieben wird.
    Ich empfehle ihnen mal die sehr sehenswerten Dokus von Arte zum Thema Gifte in Kleidung und Nahrungsmitteln. Danach würde man gern wieder beim Bauern und nicht im Supermarkt Essen kaufen…

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