Samstag, April 14, 2012 18:38 PM
Röntgenaufnahmen erhöhen Krebsrisiko
Foto: Daniel Rennen / pixelio.de
Die von Röntgenstrahlen ausgehende Gefahr ist schon seit langem bekannt, weshalb man darauf achten sollte, nicht allzu häufig durchleuchtet zu werden. Eine US-Studie belegt nun, dass durch häufiges Röntgen des Kiefers, wie es beim Zahnarzt nicht selten der Fall ist, die Entstehung von sogenannten Meningiome begünstigt werden kann.
Dabei handelt es sich um gutartige Tumoren im Gehirn, die durch eine Entartung von Zellen der Hirnhaut entstehen und als häufigste Geschwulsterkrankung im Schädel gelten. Davon sind Frauen in der Regel häufiger betroffen als Männer.
Doch auch an anderen Körperstellen können Röntgenstrahlen schwerwiegende Folgen haben, wie Röntgenexperte Norbert Hosten gegenüber der “Welt” erklärte: “Sie können Krebserkrankungen auslösen, und das ist von der Dosis unabhängig.” Laut Hosten genügt schon ein einziger Treffer durch einen Röntgenstrahl, damit das Erbgut einer Zelle beschädigt wird. wobei vor allem Organe mit einer schnellen Zellteilung wie die Darmschleimhaut, das Zahnfleisch oder das Knochenmark besonders anfällig sind.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine einzige Röntgenuntersuchung einen Tumor hervorruft, ist allerdings sehr gering. Je häufiger man durchleuchtet wird, umso größer wird aber das Risiko, weshalb man entsprechende Untersuchungen auf ein Minimum begrenzen sollte.
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