Montag, Januar 23, 2012 11:10 AM

Stevia Süßstoffersatz: Folgen für Diabetiker bei Überdosis unklar

Foto: kordula vahle / pixelio.de

Seit Dezember ist Stevia auch innerhalb der Europäischen Union als Süßungsmittel offiziell zugelassen. Hinter der Bezeichnung Lebensmittelzusatzstoff E 960 verbirgt sich ein aus den Blättern der in Südamerika wachsenden Staude “Stevia rebaudiana” gewonnener Stoff, der bis zu 300-mal süßer sein soll als Zucker, dabei aber keinerlei Kalorien aufweist.

Während die Menschen in Paraguay die Süße der Pflanze schon lange entdeckt und seit mehr als 500 Jahren unter anderem zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwenden, dauerte es bis 1887, ehe mit Moisés Bertoni ein Naturwissenschaftler auch die restliche Welt über die Existenz dieser vermeintlichen Wunderpflanze in Kenntnis setzte.

Seitdem Stevia nun nach anfänglichen Bedenken endlich auch in der EU zugelassen wurde, findet sich das Süßungsmittel, das auch keine Karies verursacht, inzwischen in zahlreichen Speisen und Getränken, darunter auch viele Spezialprodukte für Diabetiker.

Gerade diese Zielgruppe sollte aber aufpassen, nicht zu viel Stevia zu sich zu nehmen, wie nun der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) warnt. Die Experten erklärten, dass mit Stevia gesüßte Lebensmittel nicht generell unbedenklich seien, nur weil sie sich nicht auf den Blutzuckerspiegel oder das Gewicht auswirken. Weil auch die Folgen im Falle einer Überdosis noch nicht endgültig geklärt sind, rät der VDBD zur Vorsicht.

2 Meinungen zu “Stevia Süßstoffersatz: Folgen für Diabetiker bei Überdosis unklar”

  1. Christiane sagt:

    Ich kann die Position des Diabetesverband nicht nachvollziehen. Der vorgegebene ADI Wert ermöglicht es, mehrere hundert Gramm Zucker pro Tag durch Stevia zu ersetzen. Man braucht nicht ansatzweise soviel, wie man nehmen dürfte.

  2. Yerbabuena sagt:

    So ein ausgemachter Schwachsinn!
    Gerade für Diabetiker ist Stevia ein Segen. Die Vorteile gegenüber Zucker oder künstlichen Süsstoffen brauche ich hier nicht zu erwähnen, jeder kennt sie.

    Warum ausgerechnet jetzt, werden die Diabetiker in Panik versetzt? Und noch dazu so unnötig?

    Ein Schelm wer böses denkt :)

    Ein informativer, deutschsprachiges Blog – direkt aus dem Heimatland der Stevia – gibt viel Hintergrundwissen preis, stellt Rezepte mit Stevia ein und verrät, wo man das echte, gute Stevia aus Paraguay bestellen kann. Hier der Link: http://www.yerbabuenashop.wordpress.com

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