Donnerstag, Januar 26, 2012 15:10 PM

Stress beeinflusst Wahrnehmung und Aufnahmefähigkeit von Menschen

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Empfinden von Stress hat offenbar deutlich größeren Einfluss auf die Wahrnehmung und Aufnahmefähigkeit von Menschen als bisher angenommen. Einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Trier zufolge wirkt das Stresshormon Kortisol deutlich früher als bislang bekannt.

Während man bisher davon ausging, dass Kortisol erst nach rund 20 Minuten Auswirkungen auf den Thalamus hat, entdeckten die Forscher um Prof. Dr. Hartmut Schächinger nun eine Wirkung des Stresshormons, die schon deutlich früher eintritt und sich laut einer offiziellen Mitteilung der Uni Trier “umfassender auf die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung” auswirken kann als bislang vermutet.

In verschiedenen, voneinander unabhängigen Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass Kortisol schon innerhalb von wenigen Minuten zu Funktionsänderungen im Thalamus führt, was dafür sorgt, dass Stress deutlich schnellere Auswirkungen auf die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn hat.

Der Thalamus hat den Forschern zufolge einen großen Einfluss auf die Verarbeitung der meisten Wahrnehmungen und reguliert unter anderem auch die Wachheit und Aufmerksamkeit des Menschen.

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