Studie: Zucker erhöht das Risiko für Brust- und Lungenkrebs
© Lupo / pixelio.de

Studie: Zucker erhöht das Risiko für Brust- und Lungenkrebs

© Lupo  / pixelio.de

© Lupo / pixelio.de

Schon viele Lebensmittel, darunter auch einige alltägliche standen im Verdacht, krebserregend zu sein, was sich in den meisten Fällen aber nicht bestätigte. Aktuell sorgt eine US-Studie für Aufsehen, laut der herkömmlicher Zucker das Risiko für Brust- und Lungenkrebs erhöhen könnte.

Im Fachjournal “Cancer Research” stellten Wissenschaftler des “University of Texas MD Anderson Cancer Center” ihre im Rahmen einer Studie zur “Auswirkungen von Zuckerkonsum”gemachten Beobachtungen vor. Die Forscher berichteten dabei von einem etwa doppelt so hohen Risiko bei Mäusen, Krebs zu entwickeln, wenn Zuckerkonsum erfolgt.

WHO rechnet mit steigenden Krebsdiagnosen

Als Anlass ihrer Untersuchungen führten die Wissenschaftler die Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an, die in den nächsten 20 Jahren mit einer deutlich erhöhten Anzahl an Krebserkrankungen rechnet. Von aktuell 14 Millionen neuen Krebsdiagnosen pro Jahr wird mit einem Anstieg auf rund 22 Millionen gerechnet.Weil in nicht wenigen Fällen nicht der eigentliche Krebstumor, sondern die sich bildenden Metastasen im ganzen Körper das größte Problem darstellen und eine erfolgreiche Behandlung oft schwierig bis unmöglich, war es auch eine Motivation der US-Forscher, Gründe für eine Metastasierung auszumachen. Unter dem Strich stand deshalb vor Beginn der Forschungsarbeiten die Hypothese, dass Zucker das Risiko für Brustkrebs und Metastasen in der Lunge erhöhe.

Fructose als entscheidender Stoff?

Und eine kontrollierte Versuchsreihe mit Mäusen über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg bestätigte die Theorie der Wissenschaftler. Denn während bei Mäusen, die keinen Zucker erhielten, in dieser Zeit 30 Prozent Krebs entwickelten, waren es bei Mäusen, die Zucker bekamen knappe 60 Prozent. Die nachvollziehbare Folgerung der Forscher war deshalb, dass es die im Zucker enthaltene Fructose ist, die das Krebswachstum erleichtern bzw. sogar fördern kann. Gleichzeitig kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Fructose auch bei der Bildung von Metastasen eine Rolle spiele.

In ihrem Fazit erklärten die Studienautoren nach ihren Erkenntnissen, dass weitere Studien zu diesem Thema nötig seien. Sollten diese die nun getroffenen Erkenntnisse bestätigen, erachten es die Experten als unerlässlich, die Bevölkerung über die Risiken von Zucker auch in Bezug auf Krebs zu informieren. Dass Zucker für andere Bereich der Gesundheit nicht unbedingt förderlich ist, ist zumindest aktuell noch unabhängig davon zu sehe, aber sicherlich ein weiteres Argument dafür, sich ein wenig einzuschränken.

Warnungen vor Tabak als Vorbild?

Langfristig sehen die US-Wissenschaftler sogar die Möglichkeit, dass vor übermäßigen Zucker ähnlich gewarnt wird wie in den letzten Jahre vor Tabakkonsum. Dass die Raucherquote auch durch diverse Präventionsmaßnahmen deutlich reduziert werden konnte, könnte als Vorbild dienen, um den Zuckerkonsum zu reduzieren und auf diesem Weg die Zahl der Krebserkrankungen zu verringern.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>