Kategorie-Archiv: Forschung

Fruchtbarkeit von Knochenhormon abhängig

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Amerikanische Forscher des Columbia University Medical Centers haben herausgefunden, dass die männliche Fruchtbarkeit offenbar auch mit einem bestimmten Knochenhormon zusammenhängt.

Studienleiter Gerard Karsenty hat Versuche mit Mäusen durchgeführt, die gezeigt haben, dass ein bestimmtes Knochenhormon namens Osteocalcin die Spermienproduktion beeinflusst. Damit wurde zum ersten Mal eine wechselseitige Beeinflussung zwischen Knochen und Hoden nachgewiesen. Schon länger wusste man, dass die Keimdrüsen in den Hoden einen Einfluss auf die Knochenbildung haben, aber dass es auch einen umgekehrten Einfluss gibt, ist völlig neu.

Ein Mangel an diesem Hormon bewirkt auch beim Menschen eine geringere Produktion von Testosteron, was die Fruchtbarkeit reduziert, glauben die Forscher. Herrscht dagegen ein Überschuss an Osteocalcin vor, wird die Produktion von Testosteron verstärkt und die Fruchtbarkeit erhöht. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin “Cell” veröffentlicht. Weiterlesen

Erwartungshaltung beeinflusst Schmerztherapie

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Wie effektiv ein Schmerzmedikament ist, hängt auch von der Erwartungshaltung ab, die ein Patient an dieses Medikament hat. Das Forscherteam um Neurologin Ulrike Bingel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat nachgewiesen, dass die Erwartungshaltung einen deutlichen Einfluss auf die Wirkung einer Schmerztherapie hat.

Die Forscher untersuchten 22 gesunde Probanden zwischen 20 und 40 Jahren, die mehrfach einige Sekunden lang einem Hitzereiz ausgesetzt waren. Dieser führte zu einem mittleren bis starken Schmerz, den die Probanden auf einer Skala von 0 bis 100 im Durchschnitt mit 66 bewerteten.

Zu diesem Schmerz erhielten sie eine Infusion mit einem stark wirksamen, opiodhaltigen Schmerzmittel. Im ersten Durchgang wurden den Probanden nicht mitgeteilt, dass die Infusion schon das Schmerzmittel enthielt. Nach der Schmerzintensität des Hitzereizes befragt, gaben die Probanden im Durchschnitt die Bewertung 55 an. Als den Probanden anschließend mitgeteilt wurde, dass nun das Schmerzmittel verabreicht wird (wobei sich die Dosierung tatsächlich überhaupt nicht veränderte), sank das Schmerzempfinden auf durchschnittlich 39. Als die Probanden darüber informiert wurden, dass die Schmerzmittelgabe nun gestoppt würde (was nicht der Fall war), stieg die Bewertung wieder auf 64. Weiterlesen

Zusammenhang zwischen frühem Haarausfall und Prostatakrebs-Risiko

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Laut einer aktuellen französischen Studie haben Männer, denen schon in jungen Jahren die Haare ausfallen, ein höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Die Forscher um Philippe Giraud berichten in der Fachzeitschrift “Annals of Oncology” von ihrer Studie, in der sie 388 Männer mit Prostatakrebs befragt haben und deren Daten mit denen von 281 jungen Männern verglichen haben. Auffällig war, dass an Prostatakrebs erkrankte Männer doppelt so häufig schon im Alter von Anfang 20 Haarausfall hatten wie gesunde Männer.

Männer, deren Haarausfall dagegen erst mit 30 oder 40 Jahren begann, wiesen kein höheres Prostatakrebs-Risiko auf. Für die Gruppe der jungen Männer mit Haarausfall könnte die Erkenntnis über den möglichen Zusammenhang zu einer Art Früherkennung werden, erklären die Forscher. Sie betonen jedoch, dass noch weitere Studien nötig seien, um den frühen Haarausfall tatsächlich als Risikofaktor für Prostatakrebs zu bestätigen. Ein mögliches Bindeglied könnten die männlichen Sexualhormone sein, die sowohl beim anlagebedingten Haarausfall als auch bei der Entwicklung von Prostatakrebs eine Rolle spielen. Weiterlesen

Lavendelöl hilft wirksam gegen Hautpilz

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Wissenschaftler der Universität Coimbra haben in einer Studie nachgewiesen, dass Lavendelöl ein gutes Mittel gegen Hautpilz ist.

Schon in geringer Konzentration kann das ätherische Öl Schimmel-, Faden- und Hefepilze (Candida) abtöten. Diese Pilze können die menschliche Haut, Nägel und Schleimhäute und im schlimmsten Fall sogar innere Organe befallen und unter anderem Ausschläge hervorrufen. Besonders für Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem kann ein solcher Pilzbefall zu massiven gesundheitlichen Problemen führen.

Das Lavendelöl entfaltet seine medizinische Wirkung, indem es die Zellwände der Pilze zerstört, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin “Journal of Medical Microbiology”. Am wirksamsten war das Öl gegen Schimmelpilze der Art Cryptococcus neoformans und gegen verschiedene Hefepilze der Gattung Candida. Die Bekämpfung des Gießkannenschimmels (Aspergillus) mit Lavendelöl verlief dagegen weniger erfolgreich. Weiterlesen

Lithium wirkt wie ein Jungbrunnen

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Forscher der Friedrich-Schiller-Universität in Jena haben zusammen mit japanischen Wissenschaftlern herausgefunden, dass das Spurenelement Lithium offenbar wie ein echter Jungbrunnen wirkt – zumindest bei Fadenwürmern.

Wie die Forscher im “European Journal of Nutrition” berichten, lässt sich die Lebenserwartung von Fadenwürmern durch die regelmäßige Aufnahme von Lithium deutlich verlängern. Dazu reichen schon geringe Mengen des Spurenelements aus. Dieser Effekt scheint auch für den Menschen zu gelten, wie eine zweite Untersuchung zeigte: Hier wurde die Sterberate in 18 japanischen Gemeinden mit ihrem jeweiligen Lithiumgehalt des Leitungwassers in Beziehung gesetzt und es zeigte sich, dass in Gemeinden mit hohem Lithium-Gehalt im Trinkwasser eine niedrige Sterberate besteht. Weiterlesen

Neue Therapie: Viren im Kampf gegen Krebszellen

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In einigen Jahren soll eine weltweit völlig neue Behandlungsmethode die Krebstherapie revolutionieren: Forscher aus der ganzen Welt, darunter auch Molekularbiologe Dirk Nettelbeck aus Heidelberg und seine Kollegen, wollen die Tumorzellen mit Viren bekämpfen. Sie forschen im Rahmen einer Kooperation zwischen der Universitäts-Hautklinik Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Schon vor einer Weile beobachteten Wissenschaftler, dass sich die Tumore bei Krebspatienten, die an einer Viruserkrankung leiden, zurückbilden. Zwar funktionierte das nur in Einzelfällen, zeigt aber auch, dass Viren grundsätzlich Tumore bekämpfen können.

Die sogenannte Virotherapie funktioniert so: Viren werden so verändert, dass sie menschliche Krebszellen zerstören, aber gesunde Zellen nicht angreifen. Die Viren werden dazu entweder direkt in den Tumor oder in die Blutbahn injiziert und sich dann im Körper vermehren und schließlich gezielt die Krebszellen angreifen. Die Forscher hoffen, dass die Virotherapie dazu führt, dass das körpereigene Immunsystem ebenfalls dazu angeregt wird, die Krebszellen zu bekämpfen. Weiterlesen

MRT prognostiziert Migräne-Attacke

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Etwa 11% der Deutschen leidet an Migräne. Früher glaubte man, dass Migräne-Attacken auf Veränderungen in den Blutgefäßen zurückzuführen sind, doch laut einer neuen Studie aus Hamburg, werden viele dieser Attacken durch das sogenannte Trigeminus-System ausgelöst. Das Trigeminus-System verarbeitet Gefühle und Schmerz im Gesicht und Kopf.

Die Forscher um Arne May an der Uniklinik Eppendorf in Hamburg untersuchten 20 Migräne-Patienten und 20 gesunde Kontrollpersonen im Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT). Dort zeigte sich, dass bei den Migräne-Patienten die Aktivität der Nervenzellen im Trigeminus-System dramatisch anstieg, je näher eine Migräne-Attacke rückte. Mit tatsächlichem Beginn der Schmerzen hörte die Aktivität in diesem Hirnareal wieder auf.

Schon Tage vor einer Migräne-Attacke kann in diesem System erhöhte Aktivität gemessen werden. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal “Journal of Neuroscience” berichten, gibt die Aktivität in diesem Hirnareal also Auskunft darüber, wie viel Zeit bis zur nächsten Attacke noch vergeht. Weiterlesen

Höhere Intelligenz durch gesunde Ernährung im Kindesalter

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Laut einer neuen englischen Studie steigert eine gesunde Ernährung die Intelligenz von Kindern. Das englische Forscherteam der Universität von Bristol konnte anhand einer Langzeitstudie wissenschaftlich belegen, dass gerade in den ersten drei Lebensjahren die Ernährung mit viel Obst und Gemüse von entscheidender Bedeutung für die kognitive Entwicklung ist. Eine Umstellung der Ernährung nach dem dritten Lebensjahr würde die kognitiven Leistungen hingegen nicht mehr beeinflussen.

Zu ihrer Langzeitstudie werteten die Wissenschaftler unter Beachtung der sozialen Herkunft die Daten von knapp 4.000 Kindern in einem Alter von jeweils 3, 4, 7 und 8,5 Jahren aus, deren Essgewohnheiten anhand eines speziellen Fragebogens, den die Eltern auszufüllen hatten, analysiert wurde. Bei der Auswertungen wurde allerdings weder der allgemeine Gesundheitszustand noch die körperliche Beschaffenheit berücksichtigt. Weiterlesen

Diät-Getränke und Salz begünstigen Herzinfarkt und Schlaganfall

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Eine aktuelle US-Studie hat die Gefahren von Diät-Softdrinks offenbart: Forscher der Universität Miami haben herausgefunden, dass Menschen, die regelmäßig Diät-Softdrinks trinken, ein um 61% höheres Risiko für Gefäßerkrankungen haben als Menschen, die diese Getränke überhaupt nicht verzehren.

In der über neun Jahre lang andauernden Studie wurden 2564 Menschen und ihre Trinkgewohnheiten untersucht. Studienleiterin Hannah Gardener berichtet, dass bei diesen Menschen insgesamt 559 Gefäßschäden registriert wurden, wobei bedeutsame Faktoren wie Rauchen, Sport, Alkoholkonsum und Kalorienaufnahme pro Tag berücksichtigt wurden. Warum die Getränke das Risiko für Gefäßschäden erhöhen, ist noch nicht bekannt, allerdings zeigt diese Studie, dass Light-Produkte in dieser Hinsicht kein guter Ersatz für Zucker ist. Weiterlesen

Neues Antibiotika löst Selbstmord von Bakterien aus

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US-Forscher sind dabei, ein neues Antibiotikum zu entwickeln, das Bakterien so manipulieren kann, dass diese sich mit ihrem eigenen Gift töten.

Das neue Mittel wirkt bereits bei dem Bakterium Streptococcus pyogenes, das Mandelentzündungen und andere lebensgefährliche Infektionen wie z.B. rheumatisches Fieber auslösen kann. Dieses Bakterium zerstört Körperzellen, indem es sie vergiftet. Dank eines eigenen Abwehrmechanismus in Form eines bestimmten Proteins nimmt es selbst keinen Schaden an dem Gift. Das Protein heftet sich nämlich an das Gift an und schützt das Bakterium so davor.

Die Wissenschaftler der Washington University in St. Louis fanden nun heraus, dass es das Protein auch in einer anderen Variante gibt, die nicht als Gegengift wirkt. Wenn dieses Protein isoliert wird und das andere Protein nicht mehr vorkommt, würde das Bakterium durch sein eigenes Gift Selbstmord begehen. Weiterlesen