Freitag, Januar 21, 2011 12:52 PM

Statine als Primärprävention umstritten

© Rainer Sturm/ pixelio.de

Britische Forscher bezweifeln, dass die Cholesterinsenker Statine bei allen Patienten den gleichen Nutzen aufweisen.

Bekannt ist, dass Statine den Cholesterinwert senken und daurch kardiovaskuläre Ereignisse vorbeugen. Allerdings scheint es Unterschiede im Nutzen zu geben je nachdem ob die Patienten bereits an Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems leiden oder nicht. Während Statine gut für die Sekundärpräven sind, also um zu verhindern, dass es zu einem erneuten Herzinfarkt kommt, bezweifeln die Forscher ihren Nutzen als Primärprävention.

Die Wissenschaftler der Universität London werteten 14 Studien aus, in denen insgesamt 34.000 Patienten untersucht wurden. Es zeigte sich, dass von 1000 Personen, die über ein Jahr lang mit Statinen behandelt werden, acht sterben. Ohne die Behandlung waren es neun. Die Cholesterinsenker bewahrten zwar gefährdete Patienten vor erneuten Herzinfarkten, aber Patienten, die erhöhte Cholesterin-Werte aufwiesen und kein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, nutzte das Medikament kaum. Weiterlesen »

Donnerstag, Januar 20, 2011 10:21 AM

Ursache für plötzlichen Herztod entdeckt

© Michael Bührke/ pixelio.de

Rechtsmediziner Fred Zack aus Rostock hat eine mögliche Ursache für den sogenannten plötzlichen Herztod entdeckt, die bislang noch völlig unbekannt war.

Demnach scheint in einigen Fällen, in denen die Ursache für den plötzlichen Herztod ungeklärt war, eine Verdickung an Gefäßwänden bestimmter Herzschlagadern schuld am tödlichen Herzstillstand zu sein. Zack berichtet, dass es in 20 Jahren in Rostock 15 scheinbar nicht aufzuklärende Todesfälle gab. Bei acht dieser Fälle entdeckte Zack bei feingeweblichen Untersuchungen am Herzen der Betroffenen Wucherungen von Muskulatur und Bindegewebe an Herzschlagadern. Diese Verdickungen sind vermutlich dafür verantwortlich, dass das nachfolgende Gewebe extrem unterversorgt ist.

Den entscheidenden Hinweis gab die Obduktion eines 37-jährigen Schweden, der bei einem Urlaub in Mecklenburg beim Sex in alkoholisierten Zustand gestorben war. Bei ihm stellten die Ärzte eine krankhafte Veränderung einer Herzaterie fest, bei der es sich definitiv nicht um eine Verkalkung handelte. Zack vermutet, dass diese Veränderungen zusammen mit Alkoholkonsum und körperlicher Anstrengung den plötzlichen Herztod verursachen können. Weiterlesen »

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