Freitag, Juni 24, 2011 17:08 PM

Tipps für Diabetiker auf Fernreisen

© Hans-Peter Häge/ pixelio.de

Die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK) rät allen insulinpflichtigen Diabetikern, die ihre Spritzen, Lanzetten und andere Utensilien zur notwendigen Behandlung mit in den Urlaub nehmen müssen, sich die Notwendigkeit unbedingt von einem Arzt bescheinigen zu lassen, da es ansonsten zu Schwierigkeiten bei der Flughafen-Kontrolle oder ausländischen Zollbehörden kommen kann.

Ebenso davon betroffen könnten Patienten sein, die Psychopharmaka und Arzneimittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, einnehmen müssen. Auch hier rät die TK eine entsprechende ärztliche Bescheinigung unbedingt mitzuführen.

Zudem sollten Diabetiker bei Flügen in Ost-West-Richtung und einer Zeitverschiebung von über vier Stunden ihren Blutzucker unbedingt einmal zusätzlich kontrollieren. Nach Peter Gerner, Diabetes-Experte bei der TK, ist es „wichtig, auf Körpersignale zu achten“, denn „je nach Flugrichtung und Zeitverschiebung erhöht oder vermindert sich der Insulinbedarf während der Reise.“ Deshalb sollte vorher mit dem Arzt abgeklärt werden, wie darauf zu reagieren ist, rät Gerner.

Außerdem empfiehlt der TK-Experte allen Diabetikern bei Fernreisen „ihre Medikamente sowie Blutzuckermessgeräte bzw. Urinsticks grundsätzlich im Handgepäck“ zu verstauen. Bei Insulin, Blutzuckertabletten und Blutzuckerstreifen sei unbedingt darauf zu achten, dass sie eine Temperatur von 2-8° Celsius nicht übersteigen und sollten deshalb etwa in einer Styroporverpackung oder Kühlbox aufbewahrt werden. Zudem sollte der Diabetiker bei Fernreisen ebenso darauf achten, dass er immer einen Diabetikerausweis mit sich führt, der auch in Fremdsprachen auf die Wichtigkeit der Insulinbehandlung hinweist.

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