Donnerstag, August 25, 2011 10:18 AM

West-Nil-Virus breitet sich in Europa aus

© Frank Hollenbach/pixelio.de

Über 70 Jahre, nachdem das sogenannte West-Nil-Virus in Uganda entdeckt wurde, werden auch in Europa nun immer mehr Fälle der durch Stechmücken übertragenen Krankheit gemeldet.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr in Ost- und Südosteuropa einige Fälle gemeldet wurden, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM) nun von zahlreichen weiteren Infektionen mit dem West-Nil-Virus in Albanien, Griechenland, Rumänien und Russland. So sind im laufenden Jahr bislang schon 56 Menschen betroffen, womit die Zahlen des Vorjahres noch nicht erreicht sind.

2010 erkrankten allein Griechenland 257 Menschen am West-Nil-Fieber, von denen über fünf Prozent in Folge der Infektion verstarben. Angesichts dieser Zahlen rechnet der Wissenschaftliche Leiter des CRM, Dr. med. Tomas Jelinek, auch 2011 im Spätsommer und Herbst mit zahlreichen weiteren Fällen. Deshalb empfiehlt Jelinek nicht nur für Reisen nach Afrika, sondern auch bei einem Urlaub in Südosteuropa, auf einen ausreichenden Mückenschutz zu achten.

Zwar verläuft das West-Nil-Fieber meist mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen begleitet von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen relativ harmlos, doch in etwa 0,7 Prozent der Fälle können auch schwerwiegende Folgeerkrankungen wie eine Gehirnentzündung oder eine Hirnhautentzündung auftreten.

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