Yoga als Maßnahme gegen das metabolische Syndrom
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Yoga als Maßnahme gegen das metabolische Syndrom

Yoga gegen das tödliche Quartett

Eine Vielzahl von Studien hat belegt, dass Yoga gegen das sogenannte tödliche Quartett, auch metabolisches Syndrom genannt, hilfreich sein kann. Die Krankheit resultiert aus einem ungesunden Lebensstil und ruft vor allem Herz-Kreislaufprobleme hervor. Zu den Syndromen des tödlichen Quartetts gehören, wie die Bezeichnung der Erkrankung bereits verrät, vier Faktoren: Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Blutzuckerwerte sowie erhöhte Cholesterinwerte. Mit Yoga können alle vier Faktoren im Zaum gehalten werden.

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Yoga im Kampf gegen Übergewicht

Yoga ist für viele Menschen eine Entspannungsmethode. Hinter dieser verbirgt sich jedoch weitaus mehr. So geht mit Yoga eine Änderung des Lebensstils, welche die Menschen dazu verleitet, dem eigenen Körper mehr Aufmerksamkeit zu schenken, einher. Nicht nur das Verlangen von gesunder Ernährung kann mit Yoga ausgelöst werden, auch die Freude an Sport kann geweckt werden. Generell ist Yoga allerdings auch eine gute Methode, um Stress zu bewältigen. Ferner werden schlechte Angewohnheiten, wie zum Beispiel den Konsum von Nikotin, in Frage gestellt und unter Umständen eine Änderung angestrebt.
In einer Studie des Magazins Journal of Mid-life Health haben 24 Patienten, welche an Typ-2-Diabetes leiden, regelmäßig Yogatrainings absolviert. Das Ergebnis war erstaunlich. Zum einen konnte das Körperfett der Studienteilnehmer reduziert werden, zum anderen verringerte sich der BMI der Teilnehmer. Die Studie, welche 2015 veröffentlicht wurde, befasste sich dabei primär mit der Verbreitung von gewichtsbedingten Diabetes. Indische Forscher machten es sich innerhalb der Studie zur Aufgabe, Yogatraining als eine Art Prävention vor Übergewicht und Diabetes zu erforschen. Zudem untersuchten sie die Auswirkungen von Yoga als Therapiemaßnahme auf bereits vorhandene Diabeteserkrankungen.

Schon nach einer Woche verloren die Teilnehmer Gewicht und der Körperfettanteil reduzierte sich um 4,2 %.

Ferner wirkte sich das Yogatraining positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Wirkung von Yoga auf den Blutzuckerspiegel

Die Wirkung von regelmäßigen Yogatrainigs auf den Blutzuckerspiegel ist nicht zu verachten. Die Universitiy of the West Indies in Jamaica führte mit 431 Probanden eine Studie durch. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe bekam einmal in der Woche einen zweistündigen Yogakurs erteilt. Zudem sollten die Teilnehmer der ersten Gruppe drei- bis viermal für je eine Stunde eigenständig trainieren. Die zweite Gruppe bekam hingegen zwei Stunden Physiotherapie und sollte ebenfalls zu Hause üben. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe, welche keine Therapiemaßnahme geboten bekam.
Bei den ersten beiden Gruppen, welche aktiv Übungen ausführen sollten, konnte eine erhebliche Reduktion der Blutzucker- und Cholesterinwerte festgestellt werden. In der ersten Gruppe, in der Yoga auf dem Plan stand, konnte festgestellt werden, dass sich der Nüchternblutzucker um 29 % reduzierte. In der Gruppe, welche Maßnahme einer Physiotherapie bekam, sank der Blutzucker um 27 %. Die Forscher konnten damit also belegen, dass sich Yoga positiv auf die Regulierung des Blutzuckers auswirkt und als Therapiemaßnahme zur Vorbeugung von Diabetes geeignet ist.

Senkung der Cholesterinwerte durch Yoga

Für jene, die ihrem Blutdruck etwas Gutes tun möchten, jedoch Joggen oder Radfahren nicht mögen, eignet sich Yoga als gute Alternative des Ausdauersportes. In einer Meta-Analyse des Medizinischen Zentrums der Universität in Rotterdam wurde unter Betracht von 32 Studien die positive Wirkung von Yoga auf das menschliche Herz-Kreis-Laufsystem sogar bestätigt.
Dazu wurde eine Yoga-Gruppe zum einen mit einer Gruppe, welche Ausdauersport machte, und zum anderen mit einer Gruppe ohne jegliche Sportbetätigung verglichen. Auffällig war, dass die Yogagruppe bereits nach einer kurzen Zeit erhebliche Verbesserungen hinsichtlich des Körpergewichts, Blutdrucks, Cholesterins sowie Puls zeigte. Auch in der Ausdauersport-Gruppe verbesserten sich die Faktoren des tödlichen Quartetts nach nur kurzer Zeit. Im Vergleich schnitten beide Gruppen gleich gut ab. Jedoch konnte die Studie belegen, dass sich Yoga als Maßnahme gegen das metabolische Syndrom eignet.

Yoga vs. Medikamente zur Senkung des Blutdrucks

Weiterhin zeigte eine Übersichtsarbeit der Yale University School of Medicine, dass sich Yoga als Therapiemaßnahme zur Senkung des Blutdrucks eignet. Dr. Ather Ali und 12 weitere Forscher nahmen dazu 12 Studien unter die Lupe. Neben einer Kontrollgruppe gab es eine Gruppe die Yoga machte und eine die Meditationen oder Phantasiereisen durchführte. Die Kontrollgruppe selbst hatte keinerlei Betätigung bzw. wurde medikamentös behandelt. Die Gruppe, welche eine körperlich-geistige Therapie erhielt, hatte die die gleichen Erfolge wie die Gruppe mit der medikamentösen Behandlung.

Yoga als gesunde Lösung bei Übergewicht

Zahlreiche Studien belegen also, dass Yoga durchaus positive Wirkungen auf die Gesundheit hat:

  • Der Bedarf nach einem gesunden Lebensstil wird entdeckt.
  • Übergewicht wird reduziert.
  • Der Blutzuckerspiegel sowie die Cholesterinwerte erfahren eine natürliche Regulierung.
  • Der Blutdruck wird auf einem gesunden Maß gehalten.

Im Vergleich zu Ausdauersport oder dem Einsatz von Medikamenten ist Yoga ebenso erfolgreich. Allerdings besteht bei der Durchführung von Yoga im Vergleich zur Einnahme von Medikamenten kein Risiko von Nebenwirkungen. Wird Yoga regelmäßig ausgeübt verbessern sich zudem die vier Faktoren des metabolischen Syndroms: Übergewicht, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck sowie Probleme mit dem Blutzucker.

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