Zähne aufhellen – Spezielle Zahncreme nützt nichts
© Timo Klostermeier / pixelio.de

Zähne aufhellen – Spezielle Zahncreme nützt nichts

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Die Zahl der Menschen, die sich an Verfärbungen an den Zähnen stören, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Dabei ist ein strahlendes Weiß eher die Ausnahme, sofern man nicht auf künstlichem Weg nachgeholfen hat. Doch das Schönheitsideal, das unter anderem von Stars wie Heidi Klum oder George Clooney vorgelebt wird, führt dazu, dass immer mehr Menschen genau dies machen und versuchen, auf verschiedenen Wegen ein richtiges Weiß zu erlangen.

Möglichkeiten dafür gibt es einige, doch längst nicht alle halten, was sie versprechen. Das gilt in erster Linie für die mittlerweile weit verbreiteten Spezial-Zahncremes, die bei regelmäßigem Gebrauch schon innerhalb weniger Wochen für einen helleren Farbton sorgen sollen.

Verfärbungen nicht zu verhindern

Wie Helmut Kesler, der nicht nur als Zahnarzt arbeitet, sondern auch Vorstandsmitglied der Zahnärztekammer Berlin ist, gegenüber der Nachrichtenagentur “dpa” erklärte, verändert sich die Farbe der Zähne unter anderem durch den Verzehr stark pigmenthaltiger Lebensmittel wie etwa Rotwein, Kaffee, Schwarztee, Rote Bete oder Heidelbeeren. Dabei sind ältere Zähne, die eine rauere Oberfläche haben und so mehr Platz für Einlagerungen bieten, anfälliger für Verfärbungen.

Und diese werden entgegen der üblichen Werbebotschaften nicht von den zahlreichen Weißmacher-Zahncremes, die seit einiger Zeit überall erhältlich sind, beseitigt. Vielmehr haben diese Zahncremes laut Kesler sogar einen gegenteiligen Effekt. Dem Experten zufolge würden die “abrasiven Bestandteile” dieser Zahncremes die Zähne sogar rauer machen, was wiederum die Einlagerung neuer Pigmente fördert. Wie Kesler weiter betonte, könne eine Zahnpasta die Zähne außerdem niemals weißer machen als sie ursprünglich sind.

Die als Geschäftsführerin der Kosmetikkommission des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) tätige Annegret Blume warnt gegenüber der “dpa” sogar vor einem übermäßigen Gebrauch von Weißmacher-Zahncreme, da durch zu viel Abrieb die Zähne angegriffen werden können.

Teure Alternativen beim Zahnarzt

Deutlich teurere Alternativen zur Weißmacher-Zahncreme bieten viele Zahnärzte an. Mit einem professionellen Bleaching ist Erfolg sehr wahrscheinlich, doch für zwei Sitzungen sind auch rund 1.000 Euro einzukalkulieren, die in der Regel keine Kasse bezahlt. Sogenannte Veneers, die auf die Zähne geklebt werden und diesem ein neues Aussehen verleihen, kosten sogar pro Zahn 600 bis 700 Euro. Diese Keramikschalen, die auf den Zahn aufgeklebt werden, sind dann die einzige Möglichkeit, wenn es sich um Zähne mit Füllungen, um eine Krone oder wurzelbehandelte Zähne handelt. In all diesen Fällen ist ein Bleaching nicht möglich.

Freiverkäufliche Bleachingstreifen, die man zu Hause selbst anwenden kann, haben derweil nur eine sehr geringe Wirkstoffdosis, um eine gesundheitliche Gefahr auszuschließen. Entsprechend gering fällt aber meist auch der Effekt aus.

Gründliches Zähneputzen sorgt für helle Zähne

Auch ohne zusätzliche Maßnahmen kann man seine Zähne möglichst hell halten. Dafür genügt es, die Zähne ebenso regelmäßig wie gründlich zu putzen. Wichtig sind dabei auch die Zahnzwischenräume und es ist darauf zu achten, Zahnbürsten nicht zu lange zu benutzen. Nach drei Monate sollte die Bürste gewechselte werden, um zu verhindern, dass bestimmte Stellen durch verbogene oder abgenutzte Borsten nicht erreicht werden.

Wer einen Schritt weitergehen, aber kein Bleaching möchte, ist mit einer professionellen Zahnreinigung gut beraten, die grundsätzlich einmal pro Jahr empfehlenswert ist. Durch spezielle Pasten und eine Politur kann zumindest eine leichte Aufhellung erreicht werden.

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