Zahlreiche Medikamente gesperrt

Zahlreiche Medikamente gesperrt

Fehlerhafte Studien – zahlreiche Medikamente gesperrt

Fehlerhafte Studien – zahlreiche Medikamente gesperrtEnde des vergangenen Jahres hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam gemacht, dass bei 80 Arzneimitteln die Zulassungen ruhen. Aufgrund von mangelhaften Studien dürfen die Medikamente vorerst nicht mehr in Verkehr gebracht und über Apotheken oder andere Anbieter verkauft werden. Patienten sollten sich daher informieren, ob sie betroffen sind und ein alternatives Präparat verschreiben lassen.

Bioverfügbarkeit auf dem Prüfstand

Die mangelhaften Studien hat die indische Firma GVK Biosciences durchgeführt. Es handelt sich bei ihnen um die sogenannten Bioäquivalenzstudien. Zum Test kommt die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffes. Das heißt, in den Studien ermitteln die Forscher, wie schnell die Wirkung eines Stoffes einsetzt und anhält. Die Wirksamkeit des Medikamentes an sich spielt bei diesen Untersuchungen keine Rolle.

Es handelt sich bei den Arzneimitteln um Generika, also um Nachahmerprodukte. Das ursprüngliche Produkt hat bereits seine Wirksamkeit in Studien bewiesen, sodass dies bei einem Generikum nicht erneut notwendig ist. Allerdings kann es dazu kommen, dass Generika länger brauchen, um zu wirken. Damit der Patient keinen Nachteil durch die Verschreibung dieser Medikamente hat und Dosierungsschwierigkeiten auftreten, ist es notwendig, dass Generikum und Ausgangsmedikament einen nahezu gleichen Wert haben.

Auf Liste eigene Medikamente überprüfen

Die betroffenen Arzneimittel dürfen seit Ende 2014 zwar nicht mehr in den Handel gelangen, dennoch ist es möglich, dass sie sich in vielen Arzneimittelschränken zuhause befinden. Laut BfArM bestehen allerdings keine Hinweise, dass Patienten durch die Einnahme gefährdet sind.

Vielen Patienten ist wahrscheinlich nicht einmal bewusst, dass die Zulassung ihrer Medikamente zumindest vorübergehend ruht. Um sich zu informieren, gibt es vom Bundesinstitut eine Liste, die ständig aktualisiert wird. Leser können dort nachsehen, ob sie betroffen sind: Liste hier einsehen (pdf).

Bildquelle: jarmoluk @ pixabay.com

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