Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmen
© Timo Klostermeier  / pixelio.de

Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter nehmen

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Offizielle Zahlen gibt es zwar nicht, doch man darf getrost davon ausgehen, dass praktisch jeder Erwachsene nach dem Zähneputzen schon einmal Blut an der Zahnbürste oder im Mund hatte. Die Gründe dafür können verschiedener Natur sein. Oft ist es aber nicht so, dass Zahnfleischbluten auf eine zu grobe Reinigung der Zähne oder eine falsche Zahnbürste zurückzuführen ist, sondern es stecken tiefere Ursachen dahinter.

Tritt Zahnfleischbluten nur selten auf, muss man sich keine großen Gedanken machen. Hat man aber mehr oder weniger regelmäßig Blut im Waschbecken, sollte man den Ursachen auf den Grund gehen und gegebenenfalls auch einen Zahnarzt aufsuchen.

Mundhygiene nicht ausreichend

Zahnfleischbluten geht in den meisten Fällen auf eine nicht ausreichende Mundhygiene zurück. Ein Irrglaube ist es in diesem Zusammenhang, dass zwei- oder vielleicht auch dreimal Zähneputzen am Tag ausreichen, um Zähne und Zahnfleisch optimal zu schützen. In Wahrheit ist es vielmehr so, dass zwar die glatten Kaufflächen gut gereinigt werden, doch Bakterien verstecken sich eben auch sehr gerne an Stellen, die von der Zahnbürste kaum oder sogar gar nicht erreicht werden – insbesondere in den Zahnzwischenräumen.

Nisten sich Bakterien dauerhaft ein, entsteht Plaque, der schon nach wenigen Tagen einiges an Schaden anrichten kann. Die Stoffwechsel- und Zerfallsprodukte der bakteriellen Plaque führen im Gewebe zu einer Entzündungsreaktion aus, die sich in Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Rötungen äußern kann.

Weil eine Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis geannt, auf längere Sicht in einer gefährliche Parodontitis übergehen kann, bei der sich die Entzündung dann nicht mehr nur auf das Zahnfleisch beschränkt, sondern auch den gesamten Zahnhalteapparat umfasst, sollte regelmäßiges Bluten nach dem Zähneputzen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Insbesondere dann, wenn man zu einer Risikogruppe für Parodontitis gehört. So sind Raucher und Menschen mit Diabetes ebenso besonders gefährdet wie Träger von Zahnspangen oder Knirscherschienen.

Mundhygiene verbessern

Möglichkeiten, um die Mundhygiene zu verbessern, gibt es einige. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist sicherlich eine sehr gute Option und sollte alle ein bis zwei Jahre trotz der selbst zu tragenden Kosten mehr als nur in Erwägung gezogen werden.

Am allerwichtigsten ist es aber, tagtäglich für eine ausreichende Pflege zu sorgen. Neben dem ohnehin obligatorischen Putzen der Zähne ist dringend auch auf eine Reinigung der Zahnzwischenräume zu achten. Dafür bieten sich beispielsweise Zahnseide oder spezielle Zwischenraumbürsten an. Und mittlerweile gibt es auch elektrische Geräte, die mit einer Kombination aus Wasser bzw. Mundwasser und Luftdruck die Zwischenräume sauber “schießen“.

Sicher nicht falsch ist es überdies, nach dem Zähneputzen eine Mundspülung zu benutzen, die dabei behilflich ist, die Zahl der Bakterien im Mund- und Rachenraum zu verringern.

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