Zecken: Gel soll nach Zeckenbiss gegen Borreliose-Bakterien helfen

Foto: Echino / pixelio.de

Trotz umfassender Warnungen werden jedes Jahr zahlreiche Menschen in ganz Deutschland von Zecken gebissen. Ein Biss der kleinen Spinnentiere ist zwar an und für sich harmlos, doch nur solange dabei keine gefährlichen Erreger übertragen werden.

Allerdings trägt ein nicht zu vernachlässigender Teil der Zecken gefährliche Viren und Bakterien in sich. Am bekanntesten sind dabei wohl die Viren, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Form der Hirnhautentzündung, zur Folge haben können. Während es dagegen eine vorbeugende Impfung gibt, die von Experten dringend empfohlen wird, kann eine durch Bakterien hervorgerufene Borreliose nur nachträglich mit Medikamenten bekämpft werden.

Ein neues Gel soll dabei nun wertvolle Hilfe leisten und sofort nach dem Biss damit beginnen, die von der Zecke in die menschliche Haut übergehenden Bakterien abzutöten. Eine hohe Konzentration des Antibiotikums Azithromycin soll äußerlich auf der Bissstelle angewendet verhindern, dass sich die Bakterien nach und nach im ganzen Körper ausbreiten, womit ein glimpflicher und nicht schwerwiegender Verlauf einer Infektion erreicht werden soll.

Nachdem sich das Gel bei Tieren als sehr wirksam erwies, werden für eine finale Studie noch Probanden gesucht. Verläuft diese Studie ebenfalls erfolgreich, könnte das Gel 2014 auf den Markt kommen.

 

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